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Ballade Vom Zufälligen Tod In Duisburg

Walter Mossmann
Lingua: Tedesco


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[1974?]
Parole di Walter Mossmann (1941-2015), cantautore, giornalista e regista tedesco
Sulla melodia de Le roi a fait battre tambour
Nell’album “Frühlingsanfang” del 1979
Testo trovato su LyricWiki



Una canzone dedicata al sociologo tedesco Christian Sigrist (1935-2015), più volte arrestato e processato all’epoca per la sua condanna di omicidi politici da parte della polizia.
Infatti questa canzone parla di Günter Routhier, militante comunista che nel 1974 a Duisburg, durante i disordini scoppiati nel corso di un’udienza, fu fermato dalla polizia e trascinato giù per le scale, riportando lesioni alla testa tali da ucciderlo dopo due settimane di ricovero. Le due perizie ordinate arrivarono a conclusioni diametralmente opposte, ma i giudici accolsero quella favorevole alla polizia e stabilirono che fosse denunciato chiunque sostenesse la tesi dell’omicidio in custodia.



Nel testo si accenna anche alle vicende di Benno Ohnesorg e Georg von Rauch. Il primo aveva 27 anni quando nel 1967 fu ucciso dalla polizia durante una manifestazione; il secondo era un militante di sinistra radicalizzatosi dopo il tentato omicidio di Rudi Dutschke, leader del movimento studentesco. Georg von Rauch fu arrestato nel 1971, riuscì ad evadere l’anno seguente ma il 5 dicembre fu riconosciuto per strada da un poliziotto in borghese, che gli sparò uccidendolo.
Im Jahre dreiundsiebzig kam
Ein Mann umsonst zu Mannesmann
Der war entlassen so über Nacht
Der hat im Streik zu laut gedacht
Und sich um seinen Job gebracht!

Im Juni vierundsiebzig dann
Klagte er gegen Mannesmann
In Duisburg vor dem Arbeitsgericht!
Ach, das Gericht war taub und blind
Recht gegen Reichtum gibt es nicht!

In dem Gerichtsaal war es heiß
Mancher Mann schrie laut, wie ich weiß
Und ein Gesang kam aus dem Geschrei -
Die Internationale tönt
Hässlich im Ohr der Polizei!

Die schlugen zu mit kaltem Blut
Ich weiß, die schlagen gern und gut
Grade aufs Kommunistenpack -
Schlagen mit Lust auf deinen Kopf
Schlagen auf Maul und Bauch und Sack!

Günter Routhier war auch dabei
In der Gewalt der Polizei
Er war ihr Opfer, ich sag' es laut
Grad weil der Richter jeden jagt
Der sich das laut zu sagen traut!

Günter Routhier, ein Arbeiter
Frührentner, wie so mancher, der
Sein Leben im Betrieb ruiniert -
"Der ist ein Bluter!" schrien die Leut'
Das hat die Polizei gehört!

Den Günther Routhier schmissen sie
Die Treppe runter wie ein Vieh
Schleiften ihn ins Präsidium
Schleppten ihn dort kopfunten hoch
Brachten ihn um! Ja, brachten ihn um!

Zwei Wochen später war er tot
Und in der Stadt gab's ein Verbot
Verboten wurde ein einziges Wort -
Seht nur, die Mörder machten Jagd
Bloß auf ein Wort und das heißt 'Mord'!

Wenn du das Wort geschrieben hast
Fliegst du gleich in den nächsten Knast
Mensch, diese Mafia ist ja so frei!
Die Gangster heißen hierzuland'
Staatsanwalt oder Polizei!

Fünftausend kamen zum Leichenzug
Fünftausend waren schon genug
Dass auch der Staat zur Leiche kam
Und als das Blut in Duisburg floss
Floss auch ein Sekt bei Mannesmann!

Jetzt liegt ein Schweigen auf der Stadt
Jeder, der dort das Sagen hat
Redet kein Wort und bleibet dabei:
Nein, die Gestapo gibt es nicht
Aber es gibt die Polzei!

Ein Professor aus Münster stand
Mit einem Flugblatt in der Hand
Stand dort in Duisburg, aber nicht lang -
Kurz ist der Weg vor ein Gericht
In dieser Stadt von Mannesmann!

Der Richter sagt: "Mir ist egal
Ob Totschlag oder Unglücksfall
Auf jeden Fall Beleidigung!
In dem Gesetzbuch steht ganz klar:
'Die Polizei bringt keinen um'!"

Der Professor sagt dem Gericht:
"Aufklärung ist doch meine Pflicht!
Ein Mörder lebt - ein Opfer ist tot!"
Wenn der noch lang' so die Wahrheit sucht
Findet er sein Berufsverbot!

Doch wer da kämpft, weiß, dass er lebt
Wer nicht an der Karriere klebt
Der wird für die Freiheit auch nicht zu schwer -
Kämpfen tut not, 's ist höchste Zeit
Zähl mal, die Toten werden mehr!

Der Benno Ohnesorg war hin
Am zweiten Juni in Berlin
Denk an die Schüsse auf Georg von Rauch!
Denk an den nackten Schotten, dem
Schossen sie ungestraft in' Bauch!

Herr Staatsanwalt lass sein, ich bitt'
Lass unversehrt mein armes Lied
Wenn es auch nicht die Staatsmeinung meint!
Immerhin hab' ich recht und schlecht
Das, was zu sagen wär, gereimt!

Sind wir schon so zusammengestaucht
Dass einer Sklavensprache braucht
Der von Verbrechen spricht der Polizei?
Mensch, wo die Sklavensprache herrscht
Herrscht doch schon längst die Sklaverei!

inviata da Bernart Bartleby - 31/1/2018 - 16:25



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