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Wahlen im Dritten Reich

Jura Soyfer
Lingua: Tedesco


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[1936]
Versi di Jura Soyfer (1912-1939), di famiglia ebraica originaria di Charkiv (Impero russo, oggi in Ucraina), giornalista e scrittore, viennese d'adozione.
Nella raccolta di lettere, poesie e prose brevi intitolata “Die Ordnung schuf der liebe Gott. Eine Auswahl”, a cura di Werner Martin, in collaborazione con Roland Links e Wilhelm Kroupa, Lipsia, 1979.
Il testo è riportato su Projekt Gutenberg
La poesia è stata musicata dal cantante e compositore austriaco Ferdinand Silhanek (Fred Silla) ed interpretata dal coro Quergesang di Monaco di Baviera, guidato dallo stesso Silhanek e da Stephan Schindlbeck.

Die Ordnung schuf der liebe Gott

Il 5 marzo del 1933 si tennero le elezioni federali nella Repubblica di Weimar... Hitler prese quasi il 44% dei voti, e con quelli dei nazionalisti e dei cattolici del (onnipresente, in ogni luogo ed epoca) “Zentrum”, riuscì a farsi approvare il decreto dei pieni poteri e si pappò la Germania... Ma queste furono pur sempre elezioni democratiche, le ultime, seppur funestate dalle azioni intimidatorie e dagli omicidi delle SA...



Jura Soyfer compose invece questi versi tre anni dopo, in occasione delle elezioni tenutesi il 29 marzo 1936, dove l'alternativa era fra Adolf e Hitler (“Wollt Adolf ihr oder Hitler? Deutsche, wählt!”) ed il Partito Nazista, l'unico ammesso, prese il 99% dei voti. Hitler ne approfittò anche per un bel referendum volto a far ratificare a furor di popolo l'avvenuta remilitarizzazione della Renania, su cui dalla fine della Grande Guerra la Germania aveva perso di fatto la piena sovranità.
Das ist die Zeit der großen Wahl.
Der vielgeliebte Führer nimmt
Zuflucht beim Volke wieder mal
Und spricht, das Herz rein wie Kristall:
Wir wolln mal sehn, wo wer nicht stimmt!
Der heldische Säbelschüttler
Will nichts sein als Willensvermittler.
Er fragt, von Rechtsgefühl beseelt:
Wollt Adolf ihr oder Hitler?
Deutsche, wählt!

Das ist die Wahl der großen Zeit.
(Die Zeit ist groß. Die Wahl ist klein.)
Weil ihn Diktieren nicht mehr freut,
Wird Hitler voll Entschlossenheit
Ein Demokrat auf »ja und nein!«.
Er stutzte der Freiheit die Flügel,
Jetzt lockert er wieder die Zügel,
Daß jeder frei die Entscheidung fällt!
Wollt Hitler ihr oder Prügel?
Deutsche, wählt!

Das ist die große Zeit der Wahl:
(Auch Krupp wählt sorgsam schon für euch
Den allerbesten Mörserstahl.)
Die Wahl ist listenarm? Egal:
Herr Goebbels macht sie listenreich.
Wähl: Krieg oder Frieden! Doch lerne
Jedenfalls töten! Nicht ferne
Steht dein Heldengrab, längst bestellt.
Sterbt ungern ihr oder gerne?
Deutsche, wählt!

Das ist die große Wahl der Zeit:
Tragt ruhig ihr das braune Joch,
Steigt morgen unsagbar das Leid
Der Welt – und treibt die Kurse hoch.
Doch lernt ihr zur Zeit euch empören,
Ist Deutschland euer und unser die Welt.
Verrecken – oder euch wehren:
Deutsche, wählt!

inviata da Bernart Bartleby - 10/10/2016 - 22:06



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