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Großes Gebet der alten Kommunistin Oma Meume in Hamburg

Wolf Biermann
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OriginaleVersione italiana di Salvo Lo Galbo
GROßES GEBET DER ALTEN KOMMUNISTIN OMA MEUME IN HAMBURG


1.
GOtt, lieber Gott im Himmel, hör mich beten
Zu Dir schrei ich wie in der Kinderzeit
Warum hat mich mein armer Vater nicht zertreten
Als ich noch selig schlief in Mutters Leib
Nun bin ich alt, ein graues taubes Weib
Mein kurzes Leben lang war reichlich Not
Viel Kampf, mein Gott, viel für das bißchen Brot
Nach Frieden schrie ich in die großen Kriege
Und was hab ich erreicht? Bald bin ich tot
O GOtt, laß DU den Kommunismus siegen!

2.
Gott, glaube mir: Nie wird der Mensch das schaffen
Ich hab' mich krumm gelegt für die Partei
Erinner Dich, wie ich Karl Scholz mit Waffen
Bei mir versteckt hab und bekocht dabei!
Auf Arbeit Tag für Tag die Schinderei
Dann dieser Hitler, das vergeß ich nie
Wie brach unsre Partei da in die Knie
Die Besten starben im KZ wie Fliegen
Die Andern sind verreckt im Krieg wie Vieh
O GOtt, laß DU den Kommunismus siegen!

3.
Mensch, Gott! Wär uns bloß der erspart geblieben
Der Stalin, meinetwegen durch ein Attentat
Gott, dieser Teufel hat es fast getrieben
- verzeih - wie ein Faschist im Sowjetstaat
Und war doch selber Kommunist und hat
Millionen Kommunisten umgebracht
Und hat das Volk geknecht mit all die Macht
Und log das Aas, daß sich die Balken biegen
Was hat der Hund uns aufn Hund gebracht
O GOtt, laß DU den Kommunismus siegen!

4.
Stoßgebet

Mach, daß mein herzenslieber Wolf nicht endet
Wie schon sein Vater hinter Stacheldraht!
Mach, daß sein wirrer Sinn sich wieder wendet
Zu der Partei, die ihn verstoßen hat
Und mach mir drüben unsern Friedensstaat
So reich und frei, daß kein Schwein mehr abhaut
Und wird dann auch die Mauer abgebaut
Kann Oma Meume selig auf zum Himmel fliegen
Sie hat ja nicht umsonst auf Dich gebaut
Dann, lieber Gott, wird auch der Kommunismus siegen!
PREGHIERA DI NONNA TINKA, VECCHIA COMUNISTA DI AMBURGO

Dio, ascolta, caro Dio, questa mia prece
a voce alta come da bambina.
Perché, povero babbo, non mi fece
fuori mentre ero ancora in pancia a mamma?
Ora son vecchia, sorda, cinerina,
e la mia vita è stata tutto un dramma.
Quanta miseria, Dio mio, quante lotte
per un pezzo di pan gettato a terra!
Gridavo “Pace!” per la Grande Guerra
e ho avuto solo morti e case rotte
perché che questo è il mondo mi convinca.
Ma, Dio, fa che
il comunismo vinca!

Dio, credi, l’uomo non lo creerà mai,
mi sono ringobbita, rattrappita
per il partito da quando portai
Karl Scholz da me salvandogli la vita.
Ricordo Hitler obbligarci a paghe
da fame e metterci il partito al bando;
morivano i migliori nei suoi lager
e tutti gli altri al fronte, al suo comando,
come le mosche, come bestie o meno.
Oh, Dio, fa che
il comunismo vinca!

Ci avessero, dio, risparmiato almeno
Stalin, che so io, con un attentato!
Quel cane ha agito da fascista in seno
allo Stato operaio, sia dannato!
Che strano comunista era lui stesso,
ché comunisti, quanti ne ha ammazzati!
E il popolo alla frusta ha sottomesso,
cacciando balle, balle a carri armati
com’è che ancora fa tutta la cricca…
Oh, Dio, fa che
il comunismo vinca!

Fa che il mio Wolf non termini i suoi giorni
come il papà, dietro un filo spinato.
Che non sia tanto idiota, che non torni
in quel partito che lo ha ripudiato.
E fa che il nostro Stato tanto ricco
e libero sia da non dare il gusto
di scappar più a nessuno stronzo, e a picco
cadrà anche il muro, ma dal lato giusto!
Fa che muoia tranquilla nonna Tinka!
Oh, Dio, fa che
il comunismo vinca!


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